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Generationenprojekt

Muster-Pilotprojekt der Stadt Bitburg zur Sanierung von Anschlussleitungen am Bsp. der Theobald-Simon-Straße

Im Zuge des Generationenprojektes der Stadtwerke Bitburg ist es vorgesehen, die Erneuung der Wasserleitungen und Kanäle im Zusammenhang mit der Straßenerneuerung in gemeinsamen Projekten, in Abstimmung mit dem Bauamt der Stadtverwaltung Bitburg, zusammenzuführen.

Hierbei gibt es verschiedene Ansätze:

Entweder „gehen die Werke vorneweg“ und stellen die Leitungsgräben wieder her, die Stadt saniert im Anschluss die Straßen (z.B. Saarstraße 2024, Prälat-Benz Straße 2024).

Alternativ werden alle Arbeiten werden in einem Zuge ausgeführt (Kölner Straße). Hierbei werden zuerst die Leitungen verlegt und der Straßenbaulastträger erneuert die Verkehrsflächen im Vollausbau.

Dieser Vollausbau ist auch für das Projekt zur Erneuerung der Theobald-Simon-Str. zusammen mit der Neuverlegung der Wasserleitung und der Kanalsanierung vorgesehen.

Im letzten Jahr wurde im Zuge der Projektvorbereitung eine TV-Untersuchung des Kanals durchgeführt.

Hierbei wurde festgestellt, dass sich der Hauptkanal der Theobald-Simon-Straße in einem guten baulichen Zustand befindet.

Es wurden nur einige geringfügige Schäden entdeckt, die ohne größere Tiefbaumaßnahmen mittels Robotertechnik saniert werden können.

Aufgrund der geplanten Straßenbaumaßnahme der Stadt, wurden ergänzend dazu sämtliche Hausanschlussleitungen bis zur Grundstücksgrenze untersucht, geortet und deren Endpunkte an der Grundstücksgrenze aufgemessen.

Bei der anschließenden Auswertung dieser Untersuchungen wurde festgestellt, dass sich die Grundstücks-Anschlussleitungen im öffentlichen Bereich in einem überwiegend schlechten Zustand befinden und sanierungsbedürftig sind.

Das Schadensbild ist auf das Alter und das Material der Rohre (Steinzeug) zurückzuführen und typisch für Bitburg und auch grundsätzlich für unsere ganze Region. Demzufolge sind ähnliche Zustände auf den privaten Grundstücken zu erwarten.

Wir als Stadtwerke würden jetzt „normalerweise“ im Zuge des Straßenbaus die Hausanschlussleitungen bis zur Grundstücksgrenze in offener Bauweise (Baggerarbeiten) erneuern. Die Leitung ab der Grundstückgrenze bis ins Haus liegt jedoch außerhalb unserer Zuständigkeit und würde von uns daher nicht erneuert. Dies wäre dann – gem. Gesetzeslage in RLP – in Zuständigkeit der privaten Grundstücksbesitzer durchzuführen.

Aufgrund der Tiefenlage des Kanals (bis zu 4,30m unter Straßenoberkante) entstehen hierbei, sowohl in der Straße als auch an der Grundstücksgrenze sowie evtl. auf den privaten Grundstücken entsprechend große Baugruben.

Da die weiterführenden Leitungen i.d.R. vom Grundstückseigentümer nicht saniert werden, entspricht diese Vorgehensweise weder aus rechtlicher noch aus umwelttechnischer Sicht den gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben.

Aus diesem Grund möchten wir nun ein „Pilotprojekt“ für die Stadtwerke Bitburg starten und neue Wege gehen.

Wir planen die Anschlussleitungen mittels eines grabenlosen Sanierungsverfahrens wieder für viele Jahre nutzbar zu machen. Als Verfahren ist das „Schlauchlinerverfahren“ vorgesehen, was wir schon seit einigen Jahren im Stadtbereich in den Hauptkanälen einsetzen.

Dabei können alle Arbeiten in der Leitung von einem Zugangspunkt im Haus aus durchgeführt werden.

Ein „Kanalroboter“, welcher mit einer Kamera ausgestattet ist, wird in das Rohr eingeführt und zeichnet den Zustand des Rohres auf.

Befinden sich Ablagerungen, Wurzeleinwüchse oder Versätze in der Leitung, können diese zunächst mit einem Fräsroboter entfernt bzw. reduziert werden. Daraufhin wird ein mit Reaktionsharz getränkter Schlauch in die Leitung eingezogen. Dieser Schlauch (Liner) besitzt den gleichen Durchmesser wie die Rohrleitung.

Der Liner wird anschließend mittels Luftdruck aufgestellt (-geblasen) und gegen die Wände des Rohres gepresst. Daraufhin muss das Reaktionsharz aushärten. Dies kann, je nach Verfahren und Hersteller, durch die Zugabe von Wärme oder Licht (UV-Bestrahlung) beschleunigt werden.

Infolgedessen entsteht ein „Rohr im Rohr“.

Das gesamte Verfahren der grabenlosen Kanalsanierung nimmt nur wenige Stunden in Anspruch. Größere Aufgraben in der Straße oder in den Außenanlagen des Grundstückes können somit vermieden werden.

Dieses Pilotprojekt startet nun Mitte März.

Hierbei werden die Anschlussleitungen von 15 Grundstücken vom Haus bis in das Gebäude saniert.

Die Stadt Bitburg ist von diesem Verfahren ebenfalls überzeugt und beteiligt sich auch an der Maßnahme und lässt die Ablaufleitungen der Straßenabläufe (Gullys) mit sanieren.

Anbei, zur weiteren Information und Erläuterung, ein externer Link zu dem Systemhersteller, der uns bei dieser, für uns neuen Vorgehensweise unterstützt, zur weiteren Information und Erläuterung.

https://youtu.be/18rthxmydno?si=Fq0eTq8A4gyHRnMD

Wir sind gespannt auf das gemeinsame Projekt mit den Bürgern und hoffen das sich diese Vorgehensweise bewährt und wir diese weiterhin in Bitburg wiederholen können.

Für uns ist diese Vorgehensweise im Vorfeld mit erheblichem Mehraufwand verbunden.

Wir gehen aber davon aus, dass diese neue Herangehensweise sowohl uns als auch die Bürger überzeugen wird und alle (Bürger, Umwelt und Stadtwerke) hiervon profitieren werden.

IHRE STADTWERKE BITBURG